Erinnert euch!
Als ich gestern im Wald war, überkam
mich ein alt bekanntes aber fast vergessenes Gefühl. Die Natur
möchte „erwachen“. Schneeglöckchen bohren ihre Köpfe durch die
noch harte Erde... Wie wunderschön war es, das zu sehen!
Auch wenn der Winter nicht hart war und
fast kein Schnee gefallen ist, so hat er mich doch dazu gebracht,
dass ich in mich gekehrt bin und eine Art „seelischen Winterschlaf“
gehalten habe. Alles wurde einen Gang langsamer als ich es gewohnt war
und ich spürte, dass ich ab und zu nicht mal richtig „in mich
gehen“ konnte. Wie gelähmt oder sagen wir es anders - wie im
richtigen Winterschlaf – fühlte ich mich. Mein Feuer brannte
irgendwie auf ganz kleiner Flamme...
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| Quelle: minogue |
Imbolc ist das Fest der Brigid.
„Hüterin des Feuers“ so wird sie genannt. Sie löst die schwarze
Göttin Percht ab, die den Winter beherrscht. Die schwarze Göttin, oh ja, sie hatte mich fest in ihrer Hand. Seit ein paar Tagen spüre
ich aber, dass an mir „gearbeitet“ wird, dass ich wieder „wach“
werde im Geiste. Ich spüre eine Art der „Erlösung“ aus des
Winters festem Griff. Die Schwere schwindet... Irgendwas in mir
erinnert sich an das Leben...Irgendwas scheint an mir zu rütteln um mich zu wecken...
Eine Seite der Brigid ist ihre
Schmiedekunst. Und genau so fühle ich mich im Moment auch. Wie ein schwarzes
Schmiedestück. Von Brigid ins Feuer geworfen damit an mir
gearbeitet, verfeinert, entschlackt wird. Und ich spüre, dass sie an
mir arbeitet. Es ist, als würde mich ihr Feuer langsam aufwecken und mein eigenes Lebensfeuer entfachen.
Noch während der Winterzeit fragte ich
mich oft, was in mir / was mit mir geschehen ist, dass all die Seiten in mir nicht mehr „berührt“ wurden. Die Welt sah in meinen Augen irgendwie anders aus! Dunkler, trostloser,...
Ich habe hin und her überlegt und
Gründe gesucht um zu verstehen, warum ich plötzlich nur noch „auf
halber Flamme“ gefahren bin. Warum alles so trist und dunkel ist.
Depression? Burn Out? Man hört so viel... Und gestern im Wald kam
mir dann die Antwort.
Es ist nichts von alledem!
Es ist ganz einfach und auch natürlich! So wie die Natur, die Tiere, Geister und Wesen ihren Winterschlaf halten, so hat auch meine Seele ihren Winterschlaf gehalten. Alles in mir ist zur Ruhe gekommen. Es gab keine großen Gründe oder Krankheiten wie „Depression“ oder „Burn out“ dahinter! Es war einfach mein seelischer Winterschlaf! Und der ist normal und nötig!
Es ist ganz einfach und auch natürlich! So wie die Natur, die Tiere, Geister und Wesen ihren Winterschlaf halten, so hat auch meine Seele ihren Winterschlaf gehalten. Alles in mir ist zur Ruhe gekommen. Es gab keine großen Gründe oder Krankheiten wie „Depression“ oder „Burn out“ dahinter! Es war einfach mein seelischer Winterschlaf! Und der ist normal und nötig!
Und der Winterschlaf hat sogar sein Gutes! Wenn eine Pfütze zur Ruhe kommt, kann
sich der Dreck absetzen. Durch die ganze Ruhe hat sich auch in mir viel "Dreck" und "Altlast" gezeigt und kann jetzt von mir ganz leicht „entsorgt“
und „rausgearbeitet“ werden. Die innere Heilung kann beginnen.
Und schon fange ich an, es Brigid nachzutun und mich selbst ins Feuer
– in ihr Feuer - zu geben und weiter an mir zu arbeiten, zu
schmieden.
Die Ruhe hat mir die Kraft gegeben, um
zu erkennen, was in mir geheilt werden muss, woran ich an mir
arbeiten muss, was ich entschlacken muss. Ich hatte Zeit mich zu
erinnern...Zeit mich daran zu erinnern, wer ich eigentlich bin, Zeit
neue Wege in mir zuzulassen, ... Zeit! Oh welch Kostbares Geschenk in
einer so hektischen Zeit. Ohne den Winterschlaf hätte ich mir nie
und nimmer so viel Zeit zum Nachdenken und „entschlacken“
genommen. Ohne diese kostbare Zeit hätte ich nie und nimmer so tief
in mich hinein hören können. Ohne diese Zeit, hätte ich meinen neuen Weg
nicht erkannt. Und ohne
diese Zeit hätte ich meine nötige „innere Heilung“ nicht
erkennen können.
Als ich gestern im Wald war, spürte
ich, dass Brigid ganz bestimmte Seelenseiten in mir wieder zum
erklingen bringt. Sehnsucht, Erinnerung, Lebensfreude … all diese
Seiten waren im dunklen kalten Winter „eingeschlafen“. Sie hat
mich tief berührt. Sie hat mich an mein Lebenslied erinnert und es
mir vorgesungen... wie eine Mutter hat sie mich zärtlich durch ihr
Lied geweckt.
Die Natur ist zwar noch starr aber
überall fühlt man, dass neues Leben erwachen will. Die Tage werden
merklich länger und die Sonne geht jeden Tag ein bisschen früher
auf. Und so mache auch ich meine ersten Schritte wieder aus meiner
Winterschlaf Höhle heraus. Ich stecke neugierig meine Nase in die Luft
und spüre, dass ich langsam wieder zu mir komme. Hallo Leben! Ich
bin wieder dahaaaaaaa ;)
Durch die Erkenntnis im Wald, dass das
Leben wieder zurückkommt, konnte auch ich mich wieder ganz tief
daran erinnern, wer ich eigentlich bin. Ich konnte mich erinnern, dass ich aufwachen muss. Nur durch die Erinnerung
daran, konnte ich den ersten Schritt wieder zurück zu mir selbst
machen.
Oh schaut nur, die Sonne kommt heraus... die
Sonne,... ja, ihre Strahlen berühren jetzt schon ab und zu den
Boden. Die heilige Flamme der Brigid steht auch für die Sonne, die
die Welt wieder aus ihrem Winterschlaf erweckt. Brigid als Hüterin
der heiligen Flamme ist Patronin für Imbolc. Sie erinnert uns daran,
dass sie als Hüterin des Feuers unser inneres Feuer nie komplett
ausgehen lässt. Sie nimmt uns im Winter in ihren Schoß und lässt
uns Schlafen. Sie hütet unser Lebensfeuer und erinnert uns zu Imbolc
durch die ersten Sonnenstrahlen daran wieder aufzuwachen! Mütterlich
behütend! Sie erinnert uns daran, dass Pausen wichtig sind!
Danke Brigid!!!
Kommt, lasst uns den Bäumen und Tieren
diese schöne Nachricht verkünden. Lasst uns an die Brunnen und
Quellen gehen und Brigid danken!
Und geht in euch! Schaut welche
„Schlacke“ sich an eurem Boden abgelagert hat. Schaut, welche
„Dreckschicht“ ihr noch aus euch rausarbeiten müsst. Erinnert
euch daran, wer ihr eigentlich seid! Erinnert euch! Und wacht auch ihr zärtlich wieder auf- aus eurem eigenen Winterschlaf
In diesem Sinne wünsche ich euch ein "lichtbringendes" Imbolc



