Liebe Besucher
unseres Traumreich-Waldes,
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| Mabon 2015- der Entschluss |
Mabon steht vor der
Tür. Das Fest der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche. Es ist eines der 4
Sonnenfeste in unserem Jahreskreis. Im Jahresrad liegt es genau
gegenüber des Frühlingsanfangs.
Am 22. September ist
es soweit. Wir werden uns zu einem Ritual an die Externsteine begeben
und euch natürlich später davon erzählen.
Wenn man den
Jahreskreis auf den Tag überträgt, dann entspricht dieses Fest dem
Sonnenuntergang. Direkt zwischen Abendrot und Dämmerung. Nicht
richtig Tag und nicht richtig Nacht. Und ich weiß nicht, wie es euch
geht, aber auch ich spüre mich zur Zeit wie auf einer Schwelle. Es
ist nicht mehr richtig Sommer aber auch noch nicht richtig Herbst.
Mein Körper möchte gerne den Herbst spüren… ab und zu gelingt es
ihm auch… und dann kommt wieder eine Hitze-Periode und er ist
wieder durcheinander. Dafür ist diese Zeit übrigens bekannt. Für
besondere Gefühlszustände.
Als ich die letzten
Abende draußen auf meiner Wiese darüber Philospierte, was ich an
Mabon feiern möchte, kamen mir viele Gedanken in den Kopf. Aber ein
Thema kam immer wieder und manifestierte sich. Es geht darum, dass
wir uns jetzt schon überlegen, was wir mit in den Winter nehmen
möchten und was wir hinter uns lassen. Ein Thema, welches wir euch
ja schon oft vorgestellt haben, welches ich aber heute einmal anders
angehen möchte. Ich möchte euch zeigen, dass der Jahreskreis uns auch als Helfer dienen kann... uns in jeder Lebenslage unterstützen kann,... und es auch macht.
Und ich habe mich
entschieden, dafür sehr persönlich zu werden.
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| Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche - der Cut! |
Ihr kennt mich ja
schon viele Jahre. Natürlich ist euch nicht entgangen, dass ich
immer eine sehr wohlgenährte Hexe war. Glücklich – keine Frage,
aber eben auch stark übergewichtig. Schuldige dafür gibt es genug.
Meine Schilddrüse die einfach nicht so arbeitet wie sie sollte,
meine Kindheit in der ich lernte immer alles in mich hineinzufressen
und natürlich auch ich selbst. Denn mir war mein Gewicht irgendwann
egal und als Genussmensch war ich dem Essen nie abgeneigt.
Letztes Jahr zur Tag
und Nachtgleiche entschied ich mich zum ersten Mal, dass ich daran
etwas ändern wollte. Ein halbes Jahr Kampf war nötig damit ich an
der Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche meine Operation zur
Schlauchi-Trägerin bekam. Wie? Ihr möchtet wissen, was das ist? Ein
Schlauchi? Das ist ein Schlauchmagen. Mein Magen wurde entfernt. Bis
auf 120 ml Restvolumen ist er weg. Ein sehr krasser und nicht mehr
Rückgängig zu machender Schritt.
In diesem halben
Jahr des Kampfes habe ich mich gesammelt, sehr viel reflektiert und
mir Gedanken darüber gemacht. Begleitet von der dunklen Jahreszeit
waren auch meine Gedanken ab und zu sehr dunkel. Ich fragte mich, was
denn der Magen dafür könne, dass es in meinem Leben falsche Impulse
gab. In einer Schmanischen Reise fragte ich meinen Magen, ob er
dieses Opfer für mich bringen möchte und er stimmte zu. Ich packte
alles in Sinnbildliche Pakete und packte sie in meinen Magen- damit
alles was ich an Seelischem Ballast mit mir herumgetragen habe, mit
der OP entfernt werden könne. Wie gesagt- es war ein sehr harter,
schwieriger Weg. Auch noch 5 Minuten vor der OP war ich kurz davor
aufzustehen und einfach zu gehen. Aber ich zog es durch.
Und der Jahreskreis
begleitete mich. Die Operation war Ende Februar. Mit der
Fühlings-Tag-und-Nachtgleiche kam die Sonne zurück und gab Kraft
und Stärke. Das Ostara Wasser gab mir Heilung. An Beltaine spürte
ich eine noch nie so stark dagewesene Selbstliebe zu meinem Körper.
Natürlich war ich auch im Vorfeld schon sehr Selbstbewusst und
liebte meinen Körper. Aber diese „Notsituation“ der Operation
hat uns noch einmal so richtig zusammengeschweißt. Ich liebe mich!
Ja! An Litha mit der Zeit des Wassers, fing ich an mich auch
emotional
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| Ostara, die heilende Kraft des Labyrinthes |
Das war für mich
wirklich eine Ernte. Denn ich hatte vor nichts so schlimm Angst, wie
davor, dass ich nicht mehr die Alte sein würde. Nicht mehr die
freche, selbstsichere, fröhliche, kraftvolle Hexe. Aber ich bin
wieder da. Ich war nie wirklich weg. Ich war nur in einem Wirbelwind
der Operations-Hormon-Chaos-Dingens gefangen. (Ich weiß keinen
besseren Namen für diesen Zustand, … Schock vielleicht- aber mir
gefällt das Dingens besser) ;)
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| Beltane 2016 - ich liebe mich! |
Jetzt naht Mabon.
Das zweite Erntefest. Erntedank. Und ich spüre in jeder Phaser
meines Körpers, dass ich dankbar bin. Und ich möchte Danken. In
diesem Jahreszyklus ist so unglaublich viel passiert und die
Jahreszeiten mit entsprechenden Eigenschaften haben mich herrlich
durch diese Zeit getragen und mich begleitet.
Ich danke an erster
Stelle natürlich Ilfur, der in dieser Zeit besonders über mich
gewacht hat und mich durch Tränen und Freude begleitet hat wie kein
anderer. Du warst und bist der Fels für mich. Mein Baum, der mich hält und stark ist. Danke für Deine Kraft!
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| Litha, mich daran erinnern, wer ich bin |
Ein ganz besonderer
Dank geht auch an meine Familie. Sie hat meine Entscheidung zu jeder
Zeit unterstützt und mir viel Kraft und Halt gegeben. Sie hat
Kindheitsdinge mit mir aufgearbeitet und mich gehalten. Mich an meine
Wurzeln erinnert.
Ich danke meinem Onkel Andre, der mich pusht und mich motiviert, mich als kleiner Warrior bezeichnet und mir Mut macht, wenn ich den Kopf in den Sand stecken möchte. Der mir das Bild von dem "aus dem alten Körper schälen" gezeigt hat und mich immer wieder daran erinnert: "Know your why!" Danke Andre!!
Ich danke Andy der mir gezeigt hat, dass ich nach der OP noch gebraucht werde und mir völlig neue Sichtweisen über das Leben erörtert hat.
Ich danke Sylvia die
mir in der anfänglichen Depression aufgefangen und begleitet hat.
Sie war der wohl wichtigste Schlüssel für mich und ist es auch
noch. In den ersten 2 -4 Wochen nach der Operation hatte ich das
Gefühl, dass ich mein Leben weggeworfen hätte. Ich konnte nichts
richtiges essen und war immer schon nach 2-3 Esslöffeln voll.
Lebensqualität stellte sich nicht mehr ein. Sie machte mir Mut und
da sie einen Monat vor mir Operiert wurde, wusste sie natürlich
wovon sie spricht und machte mir als Vorbild richtig Mut. Ich danke
ihr sehr!
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| Lughnasadh - die erste Ernte einfahren |
Ich danke Dr. Tobias
Meile und seinem Team des Bad Cannstatter Klinikums, die mich das
ganze Jahr über so professionell begleitet haben und mir
Hilfestellungen in jeder Lebenslage gegeben haben und geben.
Ich danke Sandy,
Rosi, Conny, Nathalie, Dieter, Angelika, Hendrik und Miriam für die
Motivation und Zusprache während der Zeit des Kampfes und
anschließend.
Ich danke Gunnar, Chrissi und Gerd,
die mich immer noch mit den gleichen Augen ansehen, wie eh und je… echte Freunde eben.
Und ich danke meinen
Ahnen, die auf mich aufgepasst haben!
Ich danke dem lieben
Gott und der Göttin!
Und ich danke jedem einzelnen von euch. Ihr habt mich ohne es zu wissen durch eine sehr prägende Zeit begleitet. Habt mir durch eure unzähligen E-Mails und Gedanken Mut gemacht und jede einzelne hat mir unglaublich geholfen und mir Wärme und Kraft gegeben. Danke! Von Herzen Danke!
Es ist ein
unglaubliches Geschenk, so gehalten zu werden. Und manchmal, wenn ich
Abends ganz alleine auf meiner Wiese sitze und verträumt in den
Sonnenuntergang schaue, die Schwalben fliegen und irgendwo ein Dachs
ruft, ich den Heugeruch in der Nase habe und die Bauern in der ferne
arbeiten höre, dann durchzieht es mich mit jeder Phase meines
Körpers und eine Träne der Rührung rinnt über mein Gesicht:
DAS LEBEN IST
SCHÖN!!!
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| Mabon 2016 - Minus 67 Kilo Zeit um Danke zu sagen... |







