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| Wunderschöne Farben: Blüten der Frühlings-Platterbse (Lathyrus Vernus) |
Und dabei überlegte ich , was man denn noch so essen könnte, was ungiftig ist und einfach so satt macht, ohne daß man es groß vorbereiten und zubereiten muß. Unter anderem ganz klar: Bohnen und Erbsen. Und ja freilich, die wachsen nicht nur in Dosen im Kaufladen heran !
Sonst kennt man sie ja nur aus dem Kaufladen: grüne Bohnen mit Schote, Erbsen ohne Schote,
Feuerbohnen, Sojabohnen, weiße und braune Bohnen und ich viel mehr. Und alle haben sie drei Dinge gemeinsam: man kann sie essen, sie wachsen in Schoten heran, und ihre Pflanzen sehen wirklich sehr schön aus. Mit buntesten Blüten, geformt wie Schmetterlingsflügel. Weswegen sie auch alle "Schmetterlingsblütler" heißen.
Zugegeben, in wilder Form geraten die Erbsen und Bohnen nicht sehr groß. Aber schmecken tun sie genauso! Ihre Schoten enthalten viel Proteine, und bestimmte Sorten wie die Wiesen-Platterbse werden gerne als Alternative dem Viehfutter zur Mast beigemischt.
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| Die Wiesen-Platterbse, Lathyrus Pratensis. Leicht zu verwechseln mit hohen Kleesorten, aber das macht nichts ! |
Erbsen aus südlicheren Gefilden wurden gerne zu rein optischen Zwecken bei uns eingeführt und angebaut. Natürlich sind auch diese essbar, wenn man sie findet, und sie haben teilweise deutlich größere Erbsen bzw. Bohnen bzw. Schoten - je nach Sichtweise anders benannt :-)
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| Hier zum Beispiel die breitblättrige Platterbse, bei ihr sind sogar die Stengel abgeflacht und beinahe so breit wie Blätter... | |
Wir haben hier bei uns eine weitere wilde "Bohnensorte", die Zaunwicke - nicht die Zaunwinde mit den weißen Trichterblüten. Ihre Schoten sind etwas zäher als die der Platterbsen, aber auch größer. Und ich denke, gekocht sind sie kein Problem mehr. Die als Nutzpflanze angebaute Ackerbohne steht ihr ganz besonders nah, beide Sorten gelten als "Wicken". Auch die Zaunwicke wird gerne als Futtermittel genutzt - viel Eiweiß, und macht satt. Ich mag sie einfach gerne anschauen, ihre feder-artigen Blätter und die beweglichen Spitzen, mit denen sie sich gern irgendwo festklammert.
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| Und die Vogelwicke (Vicia cracca) - einfach ein paar Blüten mehr. Hier sind ihre schönen fiedrigen Blätter gemischt mit denen von Zaunwinden... |
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| (giftige!) Lupinen aus dem Pflanzenkatalog; ein eigenes Bild folgt noch nach! |
Nur die Zuchtformen der "Süßlupinen" sind relativ ungiftig, ihre Samen können als Snack genossen werden. Zu den Süßlupinen gehören unter anderem die weißen und die gelben Lupinen. Aber warum sich damit herumschlagen ? Nehmt doch lieber Erbsen oder Zaunwicken !
Obendrein haben Menschen, die allergisch reagieren auf Erdnüsse, Lakritz / Süßholz usw. mit den meisten Schmetterlingsblütlern ein Problem: es handelt sich um die gleiche Pflanzenfamilie !
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| Angedeutet: der Feld-Klee. Bei mir wachsen Zaunwicken, Feldklee, Hornklee und Rotklee friedlich nebeneinander im Garten... eine schöne Dünger-Rasenmischung :-) |
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| Da mußte ich erst meinem Gefühl vertrauen. Die Hauhecheln gehören tatsächlich zu den Klee- Sorten ("Trifoliae")! Gestatten: Ononis. Ononis Repens, kriechender Hauhechel. |
Dann gibt es noch den Hasen-Klee, Erdbeer-Klee, Sauerklee... - halt stop! Sauerklee ist leider gar kein Klee, d.h. kein Schmetterlings-blütler. Er sieht nur wegen seiner Blätter so aus. Aber auch ihn kann man essen, er enthält nur andere Wirkstoffe und ist wirklich spürbar sauer - und lecker. Ein weiteres Pflänzchen für das Überleben im Wald, wächst er dort besonders gern.
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| Wald-Sauerklee auf einem moosigen Stein. Eigentlich keine Klee-Sorte, das merkt man schon an den Blüten. Und auch am sauren "Vitamin-C" Geschmack. Den haben Klees nicht. |
Also, laßt Euch die wilden Erbsen und den Klee schmecken, es müssen nicht immer die eingebürgerten Exoten sein wie Erdnüsse, Soja und so weiter. Da heimische Pflanzen manchmal in Vergessenheit geraten sind wirken sie noch viel exotischer, wenn sie doch mal auf dem Tisch landen...
Gehabt Euch wohl,
Euer ilfur













