Dieses
Jahr hat sich in meinem Leben sehr viel getan. Ich habe selten ein
Jahr so intensiv erlebt wie dieses Jahr. Menschen kamen und gingen,
kreuzten meine Wege und verließen sie auf ihren eigenen Pfaden
wieder. Die Höhen waren sehr hoch und die Tiefen waren sehr tief.
Einige
von euch wissen ja bereits, dass ich dieses Jahr im Juni einen
Menschen kennengelernt habe, der mir sehr nahe steht. Der mir etwas
vergessenes in meinem Leben wieder vor Augen geführt hat und der
mich wieder „in Verbindung“ mit MIR gebracht hat. Ich nenne
diesen Menschen liebevoll Mephisto.
Nicht,
weil ich der Meinung bin, es mit einem Dämon in Menschengestalt zu
tun zu haben, sondern weil er mich sehr an den Mephisto aus Faust
erinnert. Er ist ein Lehrer für mich.
Diese
Verbindung zu ihm war nicht immer einfach und ich wäre fast an ihr
zerbrochen. Der Weg dorthin, wo ich jetzt stehe, war sehr schmerzhaft
und steinig! Aber jetzt, wo ich hier stehe, erkenne ich, dass jede
Träne die ich geweint habe, jede Verzweifelte Minute einfach nur ein
langsames heranführen an meine eigenen Grenzen war und an meine
eigenen Sehnsüchte.
15
Jahre gibt es mich jetzt schon als „Hexe“ auf dem „alten Pfad“.
Für mich war die Hexe nie eine Frau mit Hut und Hokus Pokus. Es war
vielmehr der Versuch die Herzen der Menschen wieder wachzurütteln
und sie wieder im Einklang mit sich selbst zu bringen, ihnen Wärme
zu geben und für sie da zu sein.
Die
Menschen die mich kennen, wissen, dass es mir nie darum ging, Profit
aus dem zu machen, was ich mache. Das es mir nie um Ruhm oder Ehre
ging, sondern wirklich um den Menschen der vor mir steht. Jeden
einzelnen habe ich in mein Herz geschlossen.
Und
genau deswegen, kam es mir ja auch wie blanker Hohn vor, als ICH
plötzlich diejenige war, die wieder mit sich selbst in Verbindung
gebracht wurde. Und das auch noch ohne es zu wollen.
Und
ich muss zugeben, ich habe mich lange einfach nur dagegen gewehrt.
Denn eigentlich bin ich doch die Starke. Eigentlich bin ich diejenige
die für die Menschen da ist. Eigentlich...
Ja
und dann kam eine sehr „tiefe“ Phase – das war im September ,
kurz vor meinem Urlaub. Ich fühlte mich einfach nur entwurzelt und
die ständigen „Angriffe“ (wie ich sie damals noch empfand) des
„Teufels“ (Mephisto) raubten mir jegliche Kraft. Es erschien mir,
als würde er mich komplett zerstören wollen.
Das
ganze riss mich in so eine schwere Depression, dass ich erst einmal
gar keinen Ausweg sah. Ich hatte mir den Baum schon ausgesucht und
hielt eines Tages direkt drauf zu. Als ich dann kurz vorher abbremste
wurde mir klar, dass ich an meinem Leben hänge und das ich verdammt
nochmal aufstehen muss. Ich erkannte, dass ich auf einem mittlerweile
„toten Weg“ unterwegs war und wusste, dass ich etwas ändern
musste um wieder aufrecht gehen zu können.
Ich
bin ein Mensch, der kann sich solche Entschlüsse am besten
verinnerlichen, in dem er sie „sichtbar“ werden lässt.
Fast
erschien es mir wie Hohn, als genau zu der Zeit als Marketingaktion
für eine neue CD „Grabsteine“ auf einem CD Cover einer im März
erscheinenden CD bei Ebay angeboten wurden. Also „kaufte“ ich mir
einen Grabstein. Dort liege ich ab März begraben. Also die „alte
Fenni“. Die Band ist übrigens eine Band, die mir in meiner
schweren Zeit sehr viel Kraft gegeben hat.
Ich
fühlte mich oft allein, obwohl ich sehr viele Menschen um mich herum
hatte. Und ich hatte das Gefühl, dass mich niemand hört. Auch Gott
nicht! (Egal welchen Namen er für Dich hat)
Eine
Strophe - eines Liedes welches ich oft hörte - geht so:
Ich
habe eine Faust geballt, aber ich kann nicht an der Tür
klopfen
Denn wenn ich erst einmal durch sie gegangen bin, werde ich nicht mehr zurückkommen
Es ist merkwürdig, wie sich alles verändern kann, oh so sehr schnell
Irgendwo wird immer irgendwer dort draußen zu letzt lachen
Denn wenn ich erst einmal durch sie gegangen bin, werde ich nicht mehr zurückkommen
Es ist merkwürdig, wie sich alles verändern kann, oh so sehr schnell
Irgendwo wird immer irgendwer dort draußen zu letzt lachen
Ich
habe keinen Grund mehr zum Leben
Aber ich habe hunderte zum Sterben
Ich werde meine Hände jetzt zusammen tun
Halte sie hoch zum Himmel
Aber es gibt niemanden, der mich rettet
Denn ich weiß… Gott ist eine Lüge
Gott ist eine Lüge
Aber ich habe hunderte zum Sterben
Ich werde meine Hände jetzt zusammen tun
Halte sie hoch zum Himmel
Aber es gibt niemanden, der mich rettet
Denn ich weiß… Gott ist eine Lüge
Gott ist eine Lüge
Jeden
Tag schaue ich mich an, und ich frage mich warum
Ich den Soundtrack zu meinem Lebensende geschrieben habe
Und weil ich die Leiter jetzt hinaufsteige, ist es sicher, dass ich fallen werde
Gott, er muss taub sein, weil er mich nie rufen gehört hat
Ich den Soundtrack zu meinem Lebensende geschrieben habe
Und weil ich die Leiter jetzt hinaufsteige, ist es sicher, dass ich fallen werde
Gott, er muss taub sein, weil er mich nie rufen gehört hat
Bete
einfach für mich, für den Fall, dass ich es vergesse
Und wenn du von mir sprichst, sag es nicht in Bedauern
Das Leben ist ein Grab… grab es
Und wenn du von mir sprichst, sag es nicht in Bedauern
Das Leben ist ein Grab… grab es
Und
es trifft genau meine Gedanken zu jener Zeit. Meine „Freunde“
alles hoch angesehene „Heiler“ (Druiden, Reiki Meister, Hexen,
Indianer, Lichtkrieger, Schamanen, Mönche etc) spürten zwar, dass
ich mich verändere, aber sie glaubten und glauben immer noch, dass
ich vom Teufel besessen bin. Sie spüren etwas „dunkles“ in mir.
Ich glaube, das macht ihnen Angst. Aber erkennt ihr den Hohn? Die
Menschen die immer predigen, dass es kein gut und böse gibt, kein
hell und dunkel, werfen mir vor, dass ich zu „dunkel“ bin? Das
das was ich tue nicht gut ist? Keiner hat erkannt, dass diese
„Dunkelheit“ sein muss, damit ich wieder ich werden kann...
keiner!
Ich
habe jedem einzelnen von ihnen geantwortet: „Seltsam, zum ersten
Mal seit Jahren fühle ich mich wohl und kann wieder frei Atmen. Wenn
DAS also die „dunkle Seite“ ist, dann befinde ich mich gerade in
ihr verdammt noch mal! Und es fühlt sich gut an!“
Mephisto
ist ein hoch-intelligenter Mensch. Er spürte, dass ich eigentlich
von meinem „Umfeld“ sehr enttäuscht war und wollte mir zeigen,
wie sehr ich mich in jedem einzelnen meiner „Heiler“ Freunde
irrte. Er wollte mir zeigen, dass sie – wenn er ihnen den richtigen
Grund gäbe - auch zu Mördern und dergleichen werden würden. Ich
glaubte ihm kein Wort! Er verfasste eine Nachricht an sie, in dem er
so schrieb, als sei er der Teufel in Person. Er schrieb, dass er ihre
Lügen die sie in ihren Lehren hier auf der Welt verbreiten nicht
duldet und für jeden einzelnen von ihnen einen persönlichen Platz
in seiner Hölle freihalten würde... Mehr nicht.
Ich
dachte mir NICHTS dabei, denn jeder halbwegs klar denkende Mensch
hätte gefragt: „Watt denn, wer bist Du denn?“ ABER (und jetzt
kommt das Erschreckende) jeder einzelne von ihnen hat sich
angegriffen gefühlt und ihn als „Teufel“ ernst genommen. Was
dann kam, war (jetzt wirklich) die Hölle! Ich wurde eiskalt fallen
gelassen, mir wurde mit Exorzismus gedroht und dergleichen. (und das
waren noch die freundlicheren Dinge die mir von den Herren und Damen
„Heilern“ zu teil wurden...)...
Als
ich sie darauf ansprach kamen die Standard Antworten: „Es gibt kein
Hell und kein Dunkel....“... blabla und „es gibt kein gut und
böse“ blabla... in mir wurde die Frage immer klarer: Vor WAS wollt
ihr mich denn dann schützen? Oder wegen was habt ihr mich dann
fallen lassen???? kopfschüttel... und das in einer Zeit, als ich
euch gebraucht hätte? Ihr nennt euch „Heiler“ ? Ich lache! Denn
als es darum ging, einen Menschen in einer wirklichen Krise zu
unterstützten war KEINER von euch hochdotierten Heilern da.
K*E*I*N*E*R von euch! Es war der Teufel der mich immer wieder
aufgefangen hat und mich weiter geführt hat... und es immer noch
tut...
Wisst
ihr was gut ist? Das ich meinen Weg gefunden habe! OHNE euch! Ich
habe erkannt, dass euer Weg und eure „Idee“ von „Heilung“ so
rein gar nicht meiner Welt entspricht!
Ja,
der „Teufel“ hat mich zerstört! Aber nur, damit ich neu aus mir
wachsen kann. Damit ich meine „toten Wege“ ablegen kann und
endlich wieder frei leben kann. Ohne eure „selbstbeweihräuchernden“
Gedanken und „nach-Ruhm-haschenden-Ideale“ …
Ich
lasse euch eure Wege wie gewohnt weiter gehen. Das habe ich immer
gemacht. Ich habe sie nie kritisiert oder schlecht gemacht. Zu keinem
von euch war ich je so, dass ich ihm vorschreiben wollte, was er zu
tun und zu lassen hat. Und ich gehe auch jetzt mit dem Satz: „Nicht
jeder ist Dein Freund, aber jeder Dein Lehrer“.
Und
Lehrer... das seid ihr fürwahr für mich!
So,
und jetzt heißt es für mich loslaufen! Die ersten Schritte auf
meinem neuen Weg sind schon gemacht. Sie sind noch sehr holperig aber
fühlen sich richtig an. Ich glaube, ich muss wie ein Säugling erst
wieder lernen, wie man läuft. Und mir fällt dazu ein Lied ein,
welches passender nicht sein kann...:
Jetzt
ist mein Leben meins
Ich
habe ein bißchen Zeit bekommen auf der Erde
Und
meine Sehnsucht hat mich hierher geführt
Das,
was ich vermißte, und das, was ich bekam.
Das
ist dennoch der Weg, den ich wählte
Meine
Zuversicht ist weit hinter dem Horizont
der
einen kleinen Schimmer zeigte
von
dem Himmel, den ich auf meinem alten Weg nie erreichte.
Ich
will fühlen, daß ich lebe
die
ganze Zeit, die ich habe
sollte
ich so leben, wie ich es will
Ich
will fühlen, daß ich lebe
und
wissen, daß ich genüge
Ich
hab niemals vergessen, wer ich bin,
Ich
habe es nur schlafen lassen,
Vielleicht
hatte ich keine Wahl,
aber
den Willen, zu überleben.
Ich
will glücklich leben weil ich ICH bin,
will
stark und frei sein können
will
sehen, wie die Nacht und der Tag sich umarmen
Ich
bin hier und mein Leben gehört nur mir
Und
den Himmel, an den ich glaubte, den gibt es
und
den werde ich irgendwo finden.
Ich
will fühlen, daß ich mein Leben gelebt habe.
In
dieser Zeit gab es einige Menschen die für mich da waren. Die nicht
abgehoben sind und sich wirklich wie Menschen verhalten haben! Ihnen
möchte ich jetzt Danken...
Zu
allererst meinem Teufel
Ohne
Dich hätte ich nie kapiert, dass ich im Grunde genommen schon lange
„tot“ war. Das ich ein Leben nur noch aus Gewohnheit geführt
habe ohne auf meine eigenen Sehnsüchte zu hören. Du hast mich
wieder in Verbindung mit mir gebracht und Du hast mir einen Spiegel
vorgehalten, damit ich nicht vergesse, wer ich bin. Ich danke Dir von
Herzen. Im Übrigen auch für die vielen „Launen“ die wir
miteinander durchmachen! Jede einzelne ist für mich so unsagbar
wichtig. Sie hält mir vor Augen, dass es Menschen gibt, die es wert
sind, dass man sich so „tief“ mit ihnen befasst. Danke für jede
einzelne Minute mit Dir!!!
Marcel
Danke,
dass Du immer für mich da bist! Mich mit offenen Armen und Ohren
aufgefangen hast, als ich gedroht habe zu fallen. Danke dafür, dass
Du die elendig vielen Gespräche über den Teufel mit mir ausgehalten
hast. Danke, für das Aushalten meiner Launen in dieser Zeit. Danke
für dieses Meisterstück! Danke für die Versuche meinen Gedanken zu
folgen, als ich sie selbst nicht mehr verstanden habe! Danke, dass Du
mich eben nicht hast fallen lassen!!! Obwohl ich jetzt andere Wege
gehe...
Steve
Kaum
schreibe ich Deinen Namen muss ich lächeln. Du bist einfach mein
„gut-tu-Bär“ mein „Bruder“ und mein größter „Denkanstoß“.
Ich liebe unsere Gespräche und das Philosophieren über den Teufel
und mich, meine neuen Wege. Danke für Arme, wenn ich sie gebraucht
habe und
Wärme wenn alles rund um mich herum so verdammt schwarz wurde! Du
bist für mich ein Vorbild was Menschlichkeit angeht! Auch wenn
Du das oft über Deine eigenen Grenzen hinaus machst ;) schimpf
...aber ich passe auf Dich auf! Versprochen!!!
Meine Chrissi
Danke,
dass Du immer da warst und bist. Auch wenn Du selbst den Arsch voller
Sorgen hattest! Ich bin so froh, dass ich immer auf Dich zählen
konnte und kann! Seelenverwandte und Schwester! Ich hab Dich
unendlich lieb!
Dani
& Claire
Danke
für eure Hilfe als ich sie gebraucht habe. Und danke für die „immer
offenen Türen“. Danke für die Gedanken, die ihr euch um mich
gemacht habt! Danke für das Wasser und das Kräuterkissen
Und
alle „Heiler“ die ich eben beschrieben habe, die jetzt wissen,
das sie gemeint sind!
Danke,
dass ihr mich durch euer „fallen lassen“ wieder leben lasst!!!
Mein
Weg als Hexe hier im Traumreich-Wald ist erst einmal zuende!
Ich
habe mein Bündel gepackt und begebe ich auf die Suche nach mir
selbst. Ich trete meine eigene Reise an. Ich schließe nicht aus,
dass sich unsere Wege irgendwann wieder kreuzen werden :)
Aber
bis dahin, bleibt mein Hexenhaus (www.traumreich.eu/schottlandlady)
erst einmal geschlossen! Ich bin natürlich weiterhin für euch da!
Wenn ihr mich braucht, ruft mich! Aber als Mensch... und nicht als
Hexe :)
Wer
weiß, als was oder wer ich von meiner Reise zurückkehren werde. Ich
bin wohl am gespanntesten darauf, wer ich eigentlich bin ...- und
wenn ja..., wieviele ;)
...
verlernt das Lachen nicht.
Ich
möchte euch noch einen letzten Denkanstoß mit auf den Weg
geben...einen der zu „gut und böse“ und „hell und dunkel“
passt. Und zu den Vorurteilen die wohl jeder mit dem Teufel hat...
Es
geht um Marilyn Manson. Es gab 1999 einen Amoklauf an der Columbine
High School. 2 Teenager ermordeten dabei 12 Schüler im Alter von
14-18 Jahren und einen Lehrer. Außerdem verwundeten sie 24 weitere
Menschen und töteten anschließend sich selbst. Es wurden Stimmen
laut, dass die Musik und die „Aura“ von Marilyn Manson maßgeblich
daran Schuld waren. Er soll mit seinen Texten die Mörder direkt
beeinflusst haben.
Noch
während der Gedenkfeiern tauchte Manson persönlich an der Schule
auf um sein Mitgefühl zu äußern. Er wurde natürlich von den
Eltern und Mitschülern aufs böseste angegriffen! Reporter sammelten
sich um ihn und fragten, was er den beiden Mördern jetzt sagen
würde, wenn sie vor ihm stehen würden. Und er sagte in einer sehr
ruhigen Stimme: „Nichts! Ich würde ihnen erst einmal nur zuhören,
denn das scheint vor mir keiner gemacht zu haben“.
In
diesem Sinne...
Eure
Fenni