Gülden
gänzt es von den Feldern gelb gereift der Ähren Frucht.
Fülle überzieht das Land des Kornkönigs Revier, doch die Schatten werden länger
der Ruf der Anderswelt ertönt. Die Sichelfrau schreitet einher das ew'ge Opfer fordernd.
Und weise beugt der Herrscher sich vor ihm,
Fülle überzieht das Land des Kornkönigs Revier, doch die Schatten werden länger
der Ruf der Anderswelt ertönt. Die Sichelfrau schreitet einher das ew'ge Opfer fordernd.
Und weise beugt der Herrscher sich vor ihm,
dem
Jahresrad
Der
Ursprung von Lughnasadh
Der
Name verrät es- das Fest ist keltischen Ursprungs. Namensgeber ist
der Lichtgott Lugh (vgl. römisch Lux= Licht). Lugh ist ein Gott der
Thuata de Danann, der keltischen Göttergeschlechts. Lugh soll das
Fest zu Ehren von Telta, seiner Amme und Ziehmutter gefeiert haben.
Hier
zeigt sich auch die Bedeutung des Festes. Telta (vom altirischen
talam = Erde) wird als Erdmutter verehrt. Erde und Licht feiern hier
also ihre Verbindung.
Lughnasadt
ist so auch die Beginn der Erntezeit und wird in einigen Gegenden
immer noch das „Schnitterfest“ genannt. Es ist das erste der 3 großen Erntefeste.
An
Lughnasad danken die Menschen den Göttern und der Mutter Erde für
das Getreide und den Früchten auf den Feldern. Denn ohne gute Ernte,
müssten die Menschen in den kalten Wintermonaten hungern.
Zu
den bekanntesten Bräuchen gehört das Brotbacken aus dem frisch
geernteten Getreide. Auch den Göttern wird Brot geopfert. Dieses wird in Form von Gott und Göttin gebacken.
Es
gibt viele Geschichten um dieses Erntefest. Eine erzählt, dass der
Gott Lugh, während die Menschen das Korn schneiden, von Ähre zu
Ähre hüpft.
Ist
das ganze Feld geerntet, stirbt auch Lugh. Die schwangere Göttin
trauert, weiß aber, dass er schon bald im Kreislauf von Leben und
Tod wiedergeboren wird, schließlich trägt sie ihn schon in sich.
Wenn dann die Natur im Frühling wieder erwacht, kommt auch Lugh
zurück.
Früher glaubte man, der Geist des Getreides muss von einer Ernte zur nächsten konserviert werden, um das gute Wachstum zu gewährleisten. Das letzte Kornbüschel wurde daher besonders vorsichtig geschnitten und zu einer Kornpuppe geflochten, in der der Geist des Getreides sicher bis ins nächste Jahr verwahrt wurde. Den Winter über wurde diese Puppe an einem Ehrenplatz aufbewahrt, bevor einige Körner daraus im Frühjahr – zu Imbolc – wieder in die Erde gepflanzt wurden, um die Felder zu neuem Leben zu erwecken.
Früher glaubte man, der Geist des Getreides muss von einer Ernte zur nächsten konserviert werden, um das gute Wachstum zu gewährleisten. Das letzte Kornbüschel wurde daher besonders vorsichtig geschnitten und zu einer Kornpuppe geflochten, in der der Geist des Getreides sicher bis ins nächste Jahr verwahrt wurde. Den Winter über wurde diese Puppe an einem Ehrenplatz aufbewahrt, bevor einige Körner daraus im Frühjahr – zu Imbolc – wieder in die Erde gepflanzt wurden, um die Felder zu neuem Leben zu erwecken.
Wann
ist Lughnasadh?
Es
ist unterschiedlich. Mittlerweile wird es am 1. und 2. August
gefeiert- also genau 40 Tage nach der Sommersonnenwende. Aber man
geht davon aus, dass es zu damaligen Zeiten mit der ersten
Ernteeinfuhr gefeiert wurde.
Bräuche:
„Volks“feste:
Die
Lughnasad-Feste wurden traditionell auf Hügeln gefeiert, und oft
geht dem ein Fußmarsch, ein Bitt-, Opfer- oder Dankgang, auf die
Hügelkuppe voraus. In Irland und auf der Isle of Man ist das heute
noch so. Allerdings werden die christianisierten Formen dieser Feste
meist mit den örtlichen Heiligen in Verbindung gebracht oder
allgemein mit dem Schutzheiligen von Irland, dem Heiligen Patrick.
Da
das Element Wasser mit dem Fest assoziiert wird, finden einige dieser
Zusammenkünfte auch an Quellen statt , die oft durch aufwändige
Blumendekorationen geschmückt werden .
Stets
war die Feier mit einer Zusammenkunft mehrerer Stämme verbunden.
Traditionellerweise gab es Vieh- und Handwerksmärkte. Die
mittelalterlichen Gilden stellten ihre Waren prachtvoll zur Schau und
schmückten ihre Läden und sich selbst mit leuchtenden Farben und
Bändern und hielten Paraden ab. Es fanden Wettkämpfe aller Art
statt: Pferderennen, Spiele, Sportveranstaltungen. Man erinnere sich
an die Taillteanischen Spiele (s.o.). Aber auch die schottischen
Highland Games wurden lange Zeit Anfang August ausgetragen.
Rund
ums Korn:
Zu
Lughnasad wurden die ersten Brotlaibe, Breie und Brötchen geopfert
und während einer rituellen Mahlzeit verzehrt, die mit im Tempel
oder sogar in der Kirche geweihtem Korn aus der neuen Ernte gebacken
wurden.
Durch
diesen Brauch der Opferung der ersten Brote aus dem vorab gepflückten
Getreide wurde die Ernte im Grunde rituell vorweggenommen und auf
diese Weise magisch gesichert, denn so manches Korn und vor allem die
Kartoffeln mussten noch einige Zeit ausreifen, bis sie geerntet
werden konnten. Mann wollte sich mit dem Ritual versichern, dass die
Ernte nicht doch noch durch einen Sommerhagel gefährdet wurde. Neben
dem ersten Brot sollten auch andere Opfergaben den Schutz der noch
ausstehenden Ernte vor Unwettern sichern.
Zwischenmenschliches:
Es
waren vor allem Gruppen junger Leute, die sich nach dem festlichen
Mittagsmahl aufmachten, um Heidelbeeren zu suchen. Das war eine der
seltenen Gelegenheiten, bei der sich Jungen und Mädchen ohne die
übliche, strikte Aufsicht der älteren Generation bei Singen, Tanzen
und Spiel vergnügen konnten. Es überrascht daher nicht, dass
Lughnasad häufig der erste Schritt in Richtung Ehe bedeutete. Der
schottische Nationaldichter Robert Burns hat in seinem "It was
upon a Lammas Night" geschildert, dass die Frucht- und Kornernte
die Menschen auch körperlich näher brachte: "Corn rigs, an'
barley rigs, an' corn rigs are bonnie; I'll ne'er forget that happy
night, among the rigs wi' Annie". Von den Versuchs-Ehen, den
Taillatinischen Hochzeiten, die zu Lughnasadh geschlossen (und wieder
gelöst) wurden, war bereits die Rede.
Spirituelles:
In
der „Craft“ wird Lughnasad auch als Fest der Krieger und der
männlichen Energie gefeiert. Die Waffen des „geistigen Kriegers“
sind sein Körper, sein Verstand und sein Geist. Diese drei Bereiche
müssen ausgebildet werden, um harmonisch zusammenzuarbeiten. Der
Krieger sieht seinen eigenen Ängsten ins Gesicht und entwickelt
geistigen Mut. Körper- und Gesichtsbemalungen sowie das Herstellen
und Tragen von Masken (während des Rituals) zählen ebenso zu den
gängigen Praktiken wie die Arbeit mit Totemtieren.
Persönliches:
Ich
freue mich ganz besonders auf dieses Fest. Denn für mich ist es ein
Weg wieder zurück zu meinen Wurzeln zu finden. Einfach mal einen
Gang zurückschalten und sich die Natur um sich herum noch bewusster
machen als ohnehin schon. Im Trubel der Zeit geht so viel verloren...
Und
auch wenn man sich nicht für so sehr für das Keltentum und deren
alten Feste interessiert - ich finde, sie haben etwas, das unserer
Gesellschaft fehlt:
Dankbarkeit
an unsere natürliche Umwelt und die Schätze unserer Erde.
Und
den Respekt dem gegenüber. Der geht natürlich schnell verloren,
wenn von Generation zu Generation mehr das Wissen darum verloren
geht, dass man Marmelade aus Beeren kocht, die vorher gepflückt
werden müssen, dass man Brot aus Weizen backt, das vorher auf dem
Feld geernet werden muss und dass all diese Schätze von den äußeren
Umständen und der Witterung abhängen und durch ehrliche Arbeit erst
ermöglicht werden können.
Deswegen
finde ich ,sollten wir uns die reichen Weizen- und Maisfelder voller
Dankbarkeit ansehen, uns vielleicht einfach mal vorsichtig in eines
begeben und fühlen, riechen und schmecken... und dafür danken, dass
wir im Winter gut versorgt sein werden.
In
diesem Sinne wünschen wir euch ein gesegnetes Lughnasadh 2012!
Blessed
be!!!
Fenni
& Marcel

