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In der Frühlingsnacht
Der Knecht erwacht,
Da sieht er die Mägde geschäftig gehn
Und mit Marei am Herde stehn.
Mit Salbe beklexen
Sich Besen die Hexen,
Dann geht es im Saus
Zum Schornstein hinaus.
Zieht eine fort,
So ist ihr Wort:
Flieg auf, flieg aus, flieg um, nicht an!
Mir nach, mir nach, wers auch so kann!
Dann reitet die Hexe
Auf Besen-Gezäckse
Zum süßen Konnexe,
Zum Gänsegeschleckse:
Hih hoh, heh heeh!
Hahhih, hehheeh!
Durch die Lüfte geschwind
Wie der sausende Wind.
Jetzt meint der Knecht,
Das war mir recht!
Nimmt einen Stock und sucht im Rauch
Die Hexensalbe, und salbt ihn auch.
O welch Vergnügen
Ihr nach zu fliegen!
Die fang ich im Tanz
Um den Kessel der Gans!
Im Zorn will er fort
Und spricht das Wort;
Allein anstatt »flieg um, nicht an«
Sagt »um und an« der arme Mann.
Nun bleibt er nicht stecken,
Doch fliegt er zum Schrecken
(Er kann sich nicht decken)
An Mauern und Ecken,
Piff paff, ho heh!
Rumm bumm, weh weh!
Mit dem Kopf an den Baum:
Ihm wird wie im Traum! –
August Kopisch
